Was ist EMDR und wie lassen sich Trauma, Ängste, Phobien und Stress damit behandeln?

Sie möchten mit Hilfe von EMDR belastende Erinnerungen auflösen und Ihr Trauma verarbeiten?

 

EMDR ist eine effektive Methode zur Traumabehandlung und wurde zu Beginn der 90er-Jahre entwickelt.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) bedeutet Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen.

Sie wird heute zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen und verschiedenen anderen psychischen Erkrankungen eingesetzt. 

EMDR ist inzwischen wissenschaftlich begründet und anerkannt (wissenschaftlicher Beirat für Psychotherapie 2006). Die Therapieform wurde von der amerikanischen Psychotherapeutin Francine Shapiro entwickelt.

 

Erwachsene, Kinder und Jugendliche können mit EMDR behandelt werden. 

 

 

Um klar zu sehen,

genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

Antoine de Saint-Exupery

 

 

Wie erfolgt der Ablauf einer EMDR-Sitzung?

Nach ausgiebiger Vorbereitung des Klienten werden bei einer EMDR-Behandlung beide Gehirnhälften mittels Augenbewegung stimuliert. Der Patient folgt mit seinen Augen den Fingerbewegungen des Therapeuten. Dieser bewegt seine Hand schnell von rechts nach links abwechselnd hin und her. Ähnlich den Augenbewegungen, die wir automatisch im Tiefschlaf machen, geht man davon aus, dass dabei ein Informationsaustausch zwischen der linken und rechten Gehirnhälfte stattfindet. Durch die Stimulation des Gehirns infolge der Augenbewegungen können Dinge, die wir erlebt und gesehen haben, im Gehirn integriert und verarbeitet werden. 

Selbstheilungskräfte werden aktiviert, die belastenden Erinnerungen können somit verarbeitet und Traumafolgestörungen, Ängste, Stress, Phobien sowie Blockaden durch EMDR aufgelöst werden.

vgl. auch "Psychokinesiologie - Augenbewegungsmethode"

EMDR - Illustration Augenbewegungsmethode in grün mit Hand, Auge, zwei Pfeile, die nach rechts und links zeigen

Illustration - EMDR - Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Die 8 Phasen der EMDR-Sitzung

Die EMDR - Behandlung erfolgt in acht Phasen.

Nach erfolgter Anamnese und Behandlungsplanung ist es von Bedeutung, dass Personen, die ein Trauma erlitten haben, zunächst ausreichend stabilisiert werden, damit gewährleistet ist, dass sich die Klienten mit den Erinnerungen und den dazugehörigen Beschwerden (posttraumatische Belastungsstörung, akute Stressreaktion) konfrontieren können.

Ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Therapeuten und Klienten ist an dieser Stelle von großer Bedeutung, da sich immer wieder zeigt, dass jede Seele nur das an die Oberfläche bringt, was in dem Moment im Inneren zur Verarbeitung bereit ist.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass in meiner Praxis eine EMDR-Behandlung daher auch nicht gleich in der ersten Therapiesitzung beginnt.

  1. Anamnese und Behandlungsplanung
  2. Stabilisierung und Vorbereitung
  3. Einschätzung
  4. Durcharbeiten
  5. Verankern
  6. Körpertest
  7. Abschluss
  8. Neubewertung

Näheres zum Ablauf vgl. auch Wikipedia

Sollten Sie Fragen zu dieser Methode haben, nehmen Sie gerne Kontakt auf.